04./05.07.2019 Tagung „Bildungsprozesse im Kontext globaler Ungleichheitsverhältnisse erforschen? Zur gesellschaftstheoretischen Fundierung empirischer Forschung“

Tagung der Nachwuchsforschungsgruppe zu Bildungskontexten und (Aus-) Bildungswegen von jungen Geflüchteten im Spannungsfeld von Ein- und Ausgrenzung:
Bildungsprozesse im Kontext globaler  Ungleichheitsverhältnisse erforschen? Zur gesellschaftstheoretischen Fundierung empirischer Forschung
4. und 5. Juli 2019, Pädagogische Hochschule Freiburg


Globale Ungleichheitsverhältnisse bedingen nicht nur grenzüberschreitende Migration und Flucht, sondern auch die unterschiedlichen Zugänge, dieses Feld zu erforschen. Die global ungleich verteilten Möglichkeiten spiegeln sich auch in der hegemonialen westlichen Wissensproduktion wider. Gesellschaftliche Verhältnisse, verstanden als Macht- und Herrschaftsverhältnisse, stellen für die Forschungsprojekte der durch die Hans-BöcklerStiftung geförderten Nachwuchsforschungsgruppe wichtige theoretische und methodologische Bezugspunkte dar. In den vier Teilprojekten werden (Aus-)Bildungswege von jungen Geflüchteten, Bildungsprozesse in formalen und non-formalen Bildungskontexten sowie damit einhergehende Ein- sowie Ausschlüsse untersucht. Allen Teilprojekten ist das Anliegen gemein, bei der Untersuchung von Ein- und Ausschlüssen gesellschaftliche Zusammenhänge zu berücksichtigen, die erst das Verständnis von individuellen Bildungswegen und Praktiken in konkreten Bildungsinstitutionen ermöglichen.
Ziel der Tagung ist es, unterschiedliche Zugänge zu einer gesellschaftstheoretischen Fundierung empirischer Forschungsarbeiten auszuloten und sich mit der Frage zu beschäftigen, welche methodologischen und methodischen Konsequenzen diese mit sich bringen. Wie kann es gelingen, Phänomene wie Interaktionen in konkreten Bildungssettings mit jenen der globalen Ungleichheitsverhältnisse in der empirischen Analyse plausibel zusammenzudenken? Wie werden diese Verknüpfungen auf den verschiedenen Ebenen von Bildungsprozessen und deren Erforschung relevant? Hierzu werden postkoloniale und herrschaftskritische Perspektiven auf globale Ungleichheitsverhältnisse und ihre Strukturierung durch Migrationsregime diskutiert.

Mit: Prof. Dr. Harald Bauder (Toronto), Prof. Dr. María do Mar Castro Varela (Berlin),  Dr. Fabian Georgi (Marburg), Prof. Dr. Vassilis Tsianos (Kiel).

Die Tagung findet im Rahmen der Arbeit der Nachwuchsforschungsgruppe „Bildungskontexte und (Aus-)Bildungswege von jungen Geflüchteten im Spannungsfeld von Ein- und Ausgrenzung“ (https://bildungskontexteflucht.com/) statt und wird die durch die HansBöckler-Stiftung gefördert.

Kontakt für Rückfragen: natascha.khakpour@ph-freiburg.de


Programm

Donnerstag, 04.07.19

13:30-15:00 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Harald Bauder (Toronto), Raum 103 in KG 5
„Sanctuary City, solidarische Stadt – lokale Antworten auf globale Ungleichheit?“


Freitag, 05.07.19  

12:30-17:00 Uhr: Symposium, Senatssaal in KG2

12:30-12:45 Uhr: Begrüßung und Einführung Prof. Dr. Bettina Fritzsche u. Prof. Dr. Christine Riegel(Leitung der NFG016)

12:45-13:25 Uhr: Prof. Dr. María do Mar Castro Varela (Berlin)
„Ist Wissenschaft politisch? Zur Herstellung der Anderen in empirischen Untersuchungen“

13:25-13:45 Uhr: Pause

13:45-14:25 Uhr: Prof. Dr. Vassilis Tsianos (Kiel)
„Identifizierung und Kontrolle der Migration und die biometrische Grenze Europas“

14:25-15:05 Uhr: Dr. Fabian Georgi (Marburg)
„Historischer Materialismus und empirische Forschung. Zu den gesellschaftstheoretischen Grundlagen hegemoniekritischer Analysen“

15:05-15:30 Uhr: Pause

15:30-16:50 Uhr: Round Table mit den Referent.innen

16:50-17:00 Uhr: Verabschiedung


Veranstaltungsort

Pädagogische Hochschule Freiburg, Kunzenweg 21, 79117 Freiburg
Anfahrt und Lageplan https://www.ph-freiburg.de/hochschule/informationen-ueber-unserehochschule/anschrift-anfahrt-lageplan.html

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